Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Maschinenbau & Verfahrenstechnik
Faculty of Mechanical and Process Engineering

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Maschinenbau und Verfahrenstechnik / Konferenz
04.08.2016

Konferenz in Cluj

​Vom 25. bis 30. Juli 2016 nahmen die Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens Joanna Dehmer (Bachelor Wirtschaftsingenieur Maschinenbau) und Benedikt Reich (Master Internationales Wirtschaftsingenieurwesen) gemeinsam mit ihrem Professor, dem Studiengangsleiter Dr. Jörg Niemann, auf der Internationalen Konferenz für Qualität und Innovation im Maschinenbau im rumänischen Cluj Napoca (Klausenburg) teil. Hier präsentierten sie auch ihre jeweiligen Forschungsergebnisse und standen einem internationalen Fachpublikum Rede und Antwort. An der Konferenz haben mehr als 80 Wissenschaftler/innen aus der ganzen Welt teilgenommen. Die Forschungsstelle Life Cycle Excellence (FLiX) des Fachbereichs Maschinenbau und Verfahrenstechnik, deren Leitung Prof. Niemann hat, verbindet bereits eine langjährige Kooperation mit der Technischen Universität Cluj Napoca.

Benedikt Reich hat eine praktische Methodik zur Optimierung von Produktionslinien in einem rumänischen Werk eines Automobilzulieferers vorgestellt. Die Vorgehensweise und die Ergebnisse waren für andere Teilnehmer aus dem Bereich Automotive so interessant, dass sich hieraus weitere Anfragen für ähnliche Untersuchungen ergeben haben. „Es war spannend, mit den internationalen Teilnehmern über meine Themenstellung zu diskutieren“, resümiert der Student, denn: „Wann bekommt man schon mal direktes Feedback von einem Werksleiter im Bereich Automotive oder diskutiert das Thema Industrie 4.0 direkt mit dem Leiter eines Fraunhofer Institutes?“
Joanna Dehmer hat einen innovativen Service Index zur Messung der Qualität von Serviceprozessen in Unternehmen vorgestellt, der in Zusammenarbeit mit der Firma i-tec aus Moers und der Forschungsstelle FliX entstanden ist. Darüber hinaus berichtete die Studentin aus einem laufenden Forschungsprojekt des Instituts FMDauto – Institut für Produktentwicklung und Innovation mit einem Industriepartner, in dem eine lebenslaufbezogene Kostenkalkulation für einen Feldhäcksler erarbeitet wurde. 

Prof. Niemann wiederum stellte die Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojekts zum Thema Eye-Tracking vor, in dem die Technologie der Blickaufzeichnung für die Optimierung und Neugestaltung von Arbeitssystemen genutzt wurde. Die Technologie und die Ergebnisse stieß auf großes Interesse, da hiermit die Arbeitsabläufe im wahren  Sinne des Wortes aus der realen Sicht des betroffenen Werkers analysiert und verbessert werden können. Auch hier haben sich industrielle Interessenten aus Rumänien gemeldet, um die Technologie in ihren Werken auszuprobieren. Auf große Resonanz stieß auch die Präsentation der ersten Erfahrungen aus dem neuen Master-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Dabei wurde insbesondere der Ansatz des partizipativen Arbeitens mit den Studierenden an realen Projekten, Forschungsarbeiten sowie integrierten Übungen und Präsentationen in Gruppenarbeiten in englischer Sprache gewürdigt.

Zudem stand vor Ort der Besuch der Produktionslinie sowie eine anschließende Diskussion mit der Werksleitung eines Automobilzulieferers auf dem Programm. Eine rundum gelungene Konferenzteilnahme also, wie auch Joanna Dehmer bestätigt: „Die Vorträge der Konferenz waren sehr interessant und vielseitig. Es war sehr hilfreich, auch internationales Feedback für die Forschungsarbeiten zu bekommen. Ich konnte neue Kontakte knüpfen und habe gelernt, dass wir mit unseren Themen auch international auf Interesse stoßen.“ Prof. Niemann ergänzt: „Die aktive Teilnahme an derartigen Konferenzen mit ihren eigenen Forschungsarbeiten bietet Studierenden die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln und damit den Blick über den  Tellerrand enorm zu erweitern.“

Konferenz in Cluj
privat
Prof. Pisla, Frau Prof. Pisla (beide TU Cluj Napoca), Prof. Niemann (HSD), sowie Joanna Dehmer und Benedikt Reich (Studierende Wirtschaftsingenieurwesen der HSD).