Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Maschinenbau & Verfahrenstechnik
Faculty of Mechanical and Process Engineering

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Maschinenbau und Verfahrenstechnik / Umweltmesstechnik
15/03/2019

UMT bei internationaler Vulkan-Katastrophenübung

HSD-Labor für Umweltmesstechnik (UMT) bei internationaler Vulkan-Katastrophenübung des europäischen EUNADICS-AV Projektes

Vom 4.-9. März 2019 fand in Salzburg im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes EUNADICS-AV eine internationale Katastrophenübung statt (21 Organisationen, 12 Staaten). EUNADICS-AV bedeutet European Natural Disaster Coordination and Information System for Aviation.

Bei der Übung wurde ein Ausbruch des Vulkans Ätna mit seinen Auswirkungen auf den Flugverkehr simuliert. Mit dabei war Prof. Dr. Konradin Weber als Mitglied des internationalen Advisory Boards für dieses Projekt. Außerdem konnte er mit seinem UMT-Team als besonderes Highlight online ein digitales Datenübertragungs-System demonstrieren, bei dem per IRIDIUM-Satelliten-Datenübertragung die Messdaten in Realtime direkt vom Messflugzeug in das Lagezentrum übertragen werden können.

Dieses IRIDIUM-Satelliten-Datenübertragungs-System wurde bereits seitens UMT bei der internationalen VOLCEX18-Übung eingesetzt und konnte seine Einsatzfähigkeit überzeugend demonstrieren. Dabei wurden neben der aktuellen Position des Flugzeugs auch die jeweils ermittelten Messwerte auf einer digitalen Karte in Realtime dargestellt. Durch die direkte Verfügbarkeit der Daten erhalten die Entscheidungsträger in den Krisenzentren ganz neuartige Möglichkeiten zur Beurteilung der Lage. Dieses digitale Satelliten-Datenübertragungs-System wurde von Prof. Dr. Weber auch schon 2018 für die Turiner NATO AVT 250 Tagung vorgestellt.

Darüber hinaus konnte Prof. Weber als weiteres Highlight bei dem EUNADICS-AV Meeting ein von UMT aufgenommenes Video bei einem realen Messflug durch eine Eruptions-Wolke des Sakurajima-Vulkans vorstellen, bei dem Aschekonzentrationen von weit mehr als 20 000 µg/m3 gemessen wurden. Dieses ist wahrscheinlich die höchste Konzentration, die bislang in-situ von einem Messflugzeug in einer Vulkan-Eruptionswolke gemessen wurde. ​