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University of Applied Sciences
Fachbereich Maschinenbau & Verfahrenstechnik
Faculty of Mechanical and Process Engineering

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Maschinenbau und Verfahrenstechnik / Luftschadstoffe, VDI, Tagung
12.03.2026

Erster Air Quality Day des VDI an der Hochschule Düsseldorf

Die Hochschule Düsseldorf (HSD) ist am 19. März 2026 Austragungsort des „Air Quality Day #1 – Measurement and more“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Mit dem neuen Expertenforum etabliert der VDI eine jährlich geplante Veranstaltungsreihe zu zentralen Fragen der Umweltmesstechnik mit Schwerpunkt Luftreinhaltung. Die Auftaktveranstaltung stellt die Immissionsmessung in den Mittelpunkt und bringt Expert*innen aus Wissenschaft, Behörden und Industrie zu einem intensiven fachlichen Austausch in Düsseldorf zusammen.
 
„Mit dem Air Quality Day schaffen wir ein Format, das aktuelle regulatorische Entwicklungen und innovative Messmethoden gezielt zusammenführt“, betont Prof. Dr. Sascha Nehr, Professor für Luftreinhaltung am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik und Leiter des Labors für Umweltmesstechnik an der Hochschule Düsseldorf. „Gerade vor dem Hintergrund der überarbeiteten EU-Luftqualitätsrichtlinie und der wachsenden Bedeutung ultrafeiner Partikel ist es entscheidend, wissenschaftliche Erkenntnisse, Normungsarbeit und praktische Anwendung enger miteinander zu verzahnen. Als Hochschule mit ausgewiesener Expertise in der Umweltmesstechnik bieten wir dafür den idealen Rahmen.“
 
Im Fokus der Veranstaltung stehen die Implikationen der neuen EU-Gesetzgebung zur Luftqualität, aktuelle Messverpflichtungen sowie innovative Verfahren der Umweltmesstechnik. Themen wie ultrafeine Partikel (UFP), PFAS und Mikroplastik – sogenannte „pollutants of emerging concern“ – gewinnen sowohl in der Forschung als auch in der Regulierung zunehmend an Bedeutung. Neue technologische Ansätze, darunter drohnenbasierte Emissionsmessungen, Sensornetzwerke oder integrierte Verfahren wie die Bestimmung der OH-Reaktivität, eröffnen zusätzliche Möglichkeiten für eine präzisere und flexiblere Luftqualitätsüberwachung.
 
Die fachliche Trägerschaft liegt bei der VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL). Inhaltlich verantwortlich ist der Programmausschuss unter der Leitung der KRdL-Geschäftsführerin Dr. Ljuba Woppowa und der Fachbereichskoordinatorin Umweltmesstechnik Dr. Elisabeth Hösen-Seul, die in der KRdL aktiv sind. Zu den Referierenden zählen Expertinnen und Experten unter anderem aus dem Umweltbundesamt, dem Forschungszentrum Jülich, verschiedenen Landesumweltämtern sowie aus Industrie und Hochschulforschung. Damit bildet die Veranstaltung die gesamte Bandbreite von Forschung, Normung, Vollzug und industrieller Praxis ab.
 
Mit der Hochschule Düsseldorf als Austragungsort unterstreicht der Verein Deutscher Ingenieure zugleich die besondere Expertise des hiesigen Labors für Umweltmesstechnik. Das Labor verfügt über eine langjährige Tradition in der Entwicklung und Anwendung innovativer Messsysteme für gasförmige und partikuläre Luftschadstoffe. Seit über einem Jahrzehnt werden unbemannte Luftfahrtsysteme für umweltanalytische Fragestellungen entwickelt und in nationalen wie internationalen Messkampagnen eingesetzt. Die Kombination aus experimenteller Messtechnik, eigener Systementwicklung und modellgestützter Auswertung ermöglicht es, komplexe Immissionsszenarien präzise zu analysieren und wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen.
 
Mit dem ersten Air Quality Day stärkt die Hochschule Düsseldorf ihre Rolle als Impulsgeberin im Bereich Luftreinhaltung und Umwelttechnik. Ziel ist es, das neue Format dauerhaft zu etablieren und Düsseldorf als überregional sichtbaren Treffpunkt für Expertinnen und Experten der Umweltmesstechnik zu positionieren.​​​​​

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Eine Drohne fliegt über einem Recycling- oder Schrottplatz und misst offenbar Umwelt- oder Luftdaten, während daneben ein Bagger mit Greifarm Metall- oder Schrottmaterial bewegt. Staub wirbelt auf, im Hintergrund sind Industriegebäude und Anlagen zu sehen.
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Drohnen unterstützen die Luftqualitätsmessung in Industrieumgebungen: Forschende der Hochschule Düsseldorf nutzen unbemannte Fluggeräte, um Emissionen und Staubbelastungen präzise zu erfassen.

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