Hochschule Düsseldorf

Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Fachbereich Maschinenbau & Verfahrenstechnik
Faculty of Mechanical and Process Engineering

​„Luftreinhaltung beginnt dort, wo Luftqualität messbar, verstehbar und gestaltbar wird."


Umweltschutztechnik: Technische Vermeidung, Minderung und Abscheidung von Schadstoffen an der Quelle. Das Bild zeigt den Prozess der Reinigung von Rohgas durch Ionisierung, Abscheidung und die resultierende Reinluft.
Umweltmeteorologie: Transport, Ausbreitung und Umwandlung von Luftschadstoffen in der Atmosphäre. Das Bild veranschaulicht die Emission von Schadstoffen, ihren Transport durch den Wind und die photochemische Umwandlung in der Atmosphäre.
Umweltqualität: Luftgüte in Außen- und Innenräumen – gesundheitsbezogen bewertet. Das Bild zeigt die Konzentration von PM10, PM2.5 und UFP in der Außenluft und den Innenraumluft, mit Hinweis auf den Luftaustausch zwischen diesen Bereichen.
Umweltmesstechnik: Innovative Messtechnik und -methoden – vom Boden bis in die Höhe. Das Bild zeigt verschiedene Messplattformen, darunter Messstationen, Messwagen, Messfahrräder, Messdrohnen und Forschungsflugzeuge.



Umweltschutztechnik

Die Umweltschutztechnik umfasst technische Verfahren zur Vermeidung, Minderung und Abscheidung von Luftschadstoffen an der Quelle – von der Anlagen- und Filtertechnik bis zu praxisnahen Reinhaltungsmaßnahmen. Schwerpunkte an der HSD sind die Entwicklung nachrüstbarer Elektrofilter und dezentraler Lüftungssysteme mit integriertem Elektroabscheider, die Evaluierung von Maßnahmen gegen verkehrsbedingte Staubbelastung sowie Fragen des industriellen Immissionsschutzes und der Prozesssicherheit. Ziel ist die wirksame Schadstoffreduktion durch innovative, interdisziplinäre und nachhaltige Lösungen mit hohem Praxisbezug.



Umweltmeteorologie

Die Umweltmeteorologie untersucht, wie meteorologische Prozesse den Transport, die Ausbreitung und die Umwandlung von Luftschadstoffen steuern – die Brücke zwischen Emission und Immission. An der HSD werden Schadstoffmessungen konsequent mit meteorologischer Messtechnik (u. a. Ultraschall-Anemometrie, Wetterstationen) kombiniert, um den grenzüberschreitenden Ferntransport und Ereignisse wie Saharastaub-Einträge zu analysieren. Ein methodischer Schwerpunkt liegt in der atmosphärischen Ausbreitungsmodellierung: Experimentelle Emissionsdaten werden mit der numerischen Simulation realer Immissionsszenarien und anschließender Modellvalidierung verknüpft.​

​Umweltqualität

Die Umweltqualität bewertet die Luftgüte in Außen- und Innenräumen im Hinblick auf Gesundheit und gesetzliche Bewertungsmaßstäbe. Arbeiten der HSD sind geprägt durch Messkampagnen im urbanen, industriellen und ruralen Umfeld – mit Schwerpunkt auf Fein- und Ultrafeinstaub sowie gesundheitsbezogenen Expositionsstudien. Adressiert werden dabei auch aktuelle regulatorische Anforderungen – etwa die Anforderungen der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie. Zunehmend rückt die Innenraumluftqualität (IAQ) in den Fokus: Das atmosphärenwissenschaftliche Konzept aus Online-Messung von Spurenstoffen, Szenariensimulation und Modellvalidierung wird auf die Bewertung und Verbesserung der Raumluft übertragen.



Umweltmesstechnik

Die Umweltmesstechnik – die Entwicklung und Anwendung innovativer Messtechnik und -methoden – bildet das historische Kernprofil des Gebiets und verbindet alle anderen Teildisziplinen. Hierzu zählen optische Fernmessverfahren (FTIR, UV-DOAS, TDL-Laser), optische Aerosolmesstechnik, flugzeuggestützte Messungen mit Forschungsflugzeug und Messpods, mobile Plattformen (Messdrohnen/Multicopter, Messfahrräder, Mess-PKW) sowie die systematische Evaluierung von Low-Cost-Sensoren. Die Weiterentwicklung zielt auf die online-Messung von Spurenstoffen, moderne Sensorik und drohnengestützte Verfahren – verankert in der nationalen und internationalen Standardisierung von Mess- und Bewertungsverfahren.​